Die französischen Zeichnungen der Graphischen Sammlung waren ebenfalls bereits im Königlichen Kupferstichkabinett vorhanden, wie das Blatt von Gaspard Dughet. Ein großer Teil von ihnen gehörte zuvor dem französischen Maler Nicolas Guibal, der als Hofmaler u. a. in den Schlössern von Stuttgart und Ludwigsburg tätig war sowie als Lehrer an der Hohen Carlsschule entscheidenden Einfluss auf den sog. »Schwäbischen Klassizismus« hatte. Aus Guibals Besitz stammen beispielsweise Werke von François Desportes, Jean Restout, Michel-François Dandré Bardon und Charles Natoire. Auch der überwiegende Teil des zeichnerischen Nachlasses von Guibal selbst befindet sich in der Graphischen Sammlung. Ein Bestandskatalog ist in Vorbereitung.
Die Sammlung der französischen Druckgraphik vor 1800 stammt ebenso wie die italienischen Druckgraphik zum überwiegenden Teil aus dem Königlichen Kupferstichkabinett. Auch hier liegt, neben einem größeren Bestand von Porträtstichen von Robert Nanteuil, der Schwerpunkt in der Reproduktions- oder Interpretationsgraphik des 17. und 18. Jahrhunderts. Erwerbungen aus den letzten Jahrzehnten, u.a. Werke von Jean Duvet, Jacques Callot sowie Jean François Janinet ergänzen die Sammlung in hervorragender Weise.
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