
um 1530, Tempera und Öl auf Lindenholz
Nach dem apokryphen Buch »Judith« befreite die alttestamentliche Heldin ihre von den Assyrern belagerte jüdische Heimatstadt Bethulia, indem sie den Feldherrn Holofernes nach einem Gelage mit dessen eigenem Schwert enthauptete und dadurch die führerlosen Truppen in die Flucht schlug.
Cranach zeigt Judith nicht handelnd, sondern als Halbfigur nach vollbrachter Tat. Der großlinige, abstrahierende Bildaufbau, das tiefleuchtende Kolorit, die fein vertriebene Malweise und die am höfischen Schönheitsideal orientierte Stilkonvention weisen die Darstellung als charakteristisches Werk der Wittenberger Zeit Chranachs aus. [ EW ]
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