Die Sammlung zur Kunst des 20. Jahrhunderts ist durch eine Ausrichtung auf herausragende Einzelwerke sowie einige wichtige Ensembles zu einzelnen Künstlern – wie die Werkgruppen von Paul Klee, Max Beckmann, Pablo Picasso, Oskar Kokoschka, den Stuttgartern Willi Baumeister und Oskar Schlemmer, Hans Arp, Georg Baselitz und Anselm Kiefer – geprägt. Ebenso ist die Kunst nach 1945 mit Arbeiten der internationalen Abstraktion, der Pop-, Concept-, Minimal- und Land-Art sowie der neueren Strömungen seit 1980 repräsentativ vorhanden. Archivbestände zu Oskar Schlemmer, der kunsttheoretische Nachlass des bedeutenden Malers und Theoretikers der Abstraktion Adolf Hölzel, der Nachlass des Kunsthistorikers Will Grohmann sowie die umfangreiche Intermedia-Dokumentation des Archiv Sohm vervollständigen das Bild. Die mehrspurige Kunstgeschichte des Jahrhunderts lässt sich so anhand des Bestands nahezu lückenlos erzählen. Dies ist umso bemerkenswerter, als diese Kollektion erst nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut werden konnte und die in den 1920er Jahren erworbenen Arbeiten von fortschrittlichen Künstlern wie Wilhelm Lehmbruck, Emil Nolde, Paul Klee oder Max Beckmann 1937 der nationalsozialistischen Aktion »Entartete Kunst« zum Opfer gefallen waren.
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